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Das Bild zeigt Fische im Wasser vom Ufer aus gesehen.

Mühlenregion Rheinland

Mühlentypen

getrieben durch Wasser und Wind

Mühlen sind technische Vorrichtungen, die die Wind- oder Wasserenergie in Drehbewegung umsetzen und sie über verschiedene vertikale und horizontale Einbauten aus Holz oder Metall wie Wellen-, Kamm- und Zahnrädergetriebe weiterleiten.

In der Mühlenregion Rheinland waren Windmühlen meist nur in den Bördenlandschaften vertreten, wo nicht ausreichend Wasserkraft vorhanden war. Der große Nachteil der Windkraftnutzung besteht in der Unbeständigkeit dieser Energieform. Aufgrund der Lage in den Kornkammern der Region dienten die meisten Windmühlen als Getreidemühlen. Die beiden wichtigsten Windmühlentypen sind die Bockwindmühle, deren gesamter Baukörper in den Wind gedreht werden kann, sowie die Turmwindmühle,, auch Kappen- oder Holländermühle genannt, deren Kappe mit den Flügeln in den Wind gestellt werden kann.

Wassermühlen, die aufgrund der Wasserführung einen wesentlich kontinuierlicheren Betrieb gewährleisteten, wurden in sehr unterschiedlichen Bereichen eingesetzt. Als Scheibenmühlen wurden sie zum Mahlen von Getreide, Gewürzen, Tabak oder Farbstoffen verwendet. In Form von Rollmühlen quetschten sie Ölsaaten oder zerkleinerten Lumpen für die Papierverarbeitung.

Als Schlag- oder Stampfmühlen walkten sie Gewebe, stampften Knochen zu Düngemitteln oder Lohe (Eichenrinde) für Gerbereien. Außerdem wurde die Wasserkraft unter anderem zum Antrieb von Sägen, Schleifsteinen oder sogar von ganzen Maschinenparks genutzt. Dies war beispielsweise in der Textilindustrie und in der Lumpenverarbeitung der Fall. Mühlen ermöglichten daher bereits seit dem Mittelalter ausgeprägte Gewerbelandschaften im Rheinland.


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